Coromandel 8.12.-9.12.

Der nächste Trip wurde zum Glück besser als der letzte. Eine Empfehlung, die man von vielen Leuten bekommt ist Coromandel. Eine kleine Strandstadt, die aussieht wie ein Dorf aus einem Wilder-Westen Film. Besondere Attraktionen hier: Cathedral Cove und die Hot Water Pools.

Der Trip war seit längerem geplant und da ich, wie meistens, der Fahrer war sind Emily und ich am Samstag morgen frühzeitig aufgebrochen um unsere Mitfahrenden abzuholen. Mangelhafte Wegführung bzw. Ortsangabe der Beheimatung erschwerten uns jedoch das Auflesen unserer Mitfahrer weshalb wir (wie gewöhnlich) später als geplant die Route zum Ziel in Angriff nehmen konnten. Einmal am Weg und aus Auckland raus wurden wir jedoch mit einer tollen Landschaft belohnt. Wir fuhren die letzten zwei Stunden quasi nur am Meer entlang und auch wenn die Straße sehr kurvig war, was zur Folge hatte, dass einer unserer Mitreisenden übel wurde war es doch alles in allem eine schöne Fahrt. Da wir erst Nachmittags im Hostel einchecken konnten sind wir zuerst zur Cathedral Cove gefahren. Wir waren eine größere Gruppe von 8 Leuten und sind daher in zwei unabhängigen Autos gefahren. Die anderen waren früher dort als wir, aber wir haben uns noch getroffen. Es war ein sehr warmer Tag, das komplette Gegenteil zu meinem letzten Trip nach Tauranga und aufgrund meiner Abneigung gegen Sonnencreme hatte ich bereits nach der Wanderung zur Cathedral Cove einen unschönen Sonnenbrand. Bereits die Wanderung dorthin belohnte uns mit einem schönen Ausblick auf das Meer und einem kleinen Marsch durch den neuseeländischen Bush.

Die Cathedral Cove ist eine sehr schöne Steinformation.Das Wasser hat den Felsen an einer Stelle ausgehöhlt, sodass man hindurch laufen kann und auch sonst ist die Bucht, die ein bisschen versteckt liegt bezaubernd, läd zum schwimmen ein oder auch einfach nur zum rumliegen. Es gibt sogar ein Wassertaxi, was einem den Fußmarsch (30Minuten) erspart und einen per Boot zurück zum Parc and Ride Parkplatz bringt. Wir sind hier ein bisschen geschwommen, von Felsen gesprungen (habe davon leider keine Bilder, weil man erst mal zu dem Felsen schwimmen musste und keiner wollte sein Handy opfern) und in eine Höhle getaucht (das war nur ich, die anderen wollten nicht mitkommen, aber dort waren ein paar nette Kerle, mit denen ich mich unterhalten habe und die ihren Kumpel ausgelacht haben, dass ein Mädchen (in diesem Falle ich) es schafft in die Höhle zu klettern und er nicht.

Nachdem wir uns genug körperlich betätigt bzw. in der Sonne gebrutzelt hatten sind wir zurück gelaufen und zum Hot Water Beach gefahren. Der Hot Water Beach ist ein Strand, an dem man mit einer Schaufel Löcher in den Sand buddelt, bis die Löcher sich mit heißem Wasser füllen.

Hot Water Beach

Neuseeland beheimatet einige der aktivsten Vulake der Erde. Aufgrund von Plattentektonik etc. kommt es häufig zu Erdbeben und erhöhter vulkanischer Aktivität. Dies ist auch der Grund für die Hot Water Pools. Etwa 170 km unter der Erdoberfläche befinden sich heiße Gesteinsschichten, ein Rudiment von Vulkanismus. Grundwasser sickert durch dieses Gestein, wird erhitzt und steigt durch Risse wieder nach oben und ermöglicht Touristen das baden in vollkommen ökologischen Badewannen. https://de.wikipedia.org/wiki/Neuseeland

Das ganze ist sehr spannend und interessant, eignet ich jedoch weniger für einen Tag mit gefühlt 40°C Außentemperatur, an denen man sowieso schon verbrannt wird. Es war viel zu heiß, die Sonne hat gebrannt und von unten kam es dann auch noch heiß und feucht. Deshalb haben wir uns auch nicht zu lange dort aufgehalten.

Auf unserem Rückweg sind wir noch einkaufen gefahren, Nudeln mit Tomatensoße, das typische Hostelessen und ein bisschen Alkohol für den Abend. In Neuseeland wird dein Perso nicht akzeptiert, wenn du Alkohol kaufen willst, du musst immer deinen Pass mit dir rumschleppen. Und nicht nur du: alle, die mit dir unterwegs sind und neben dir an der Kasse stehen müssen auch ihren Pass zeigen. Im Laden ist uns dann aufgefallen, dass nur zwei von uns vieren ihren Pass dabei hatten. Der gebildete Abiturient trennt sich natürlich, sodass zwei das Essen kaufen gehen und zwei den Alkohol kaufen. Wir hatten nicht mit der Penetranz der Verkäuferin gerechnet, die uns vermutlich vorher zu viert gesehen hat, wie wir Alkohol und Essen ausgesucht haben. An der Kasse wurden wir natürlich nach dem Pass gefragt und ob auch alle anderen ihren Ausweis dabei hätten. Wir haben so getan, als wären wir nur zu zweit, was uns aber nicht so ganz geglaubt wurde. Letztendlich haben wir den Alkohol bekommen und sind aus dem Laden raus, ohne uns von Emily und Kerrin zu verabschieden. So leid es uns tat, wir haben ihnen nur zu gemurmelt, dass wir uns an der Ausfahrt treffen, sind zum Auto und nur zu zweit weg gefahren um die anderen beiden an der Ausfahrt aufzusammeln. So sehr ich das Erlebnis einer Polizei Konfrontation doch als Lehrreich empfinden würde, so kann ich im Allgemeinen doch darauf verzichten.

Der Abend mit den anderen war ganz lustig.

Sonnenuntergang

Wir haben uns in zwei Gruppen aufgeteilt, die eine, die mit Nudeln und Tomatensoße glücklich waren und danach auf Chips, Oreos und billigen Fusel umgestiegen sind und die anderen, die geplant haben sich Süßkartoffeln und Fisch oder so zu machen und zum Nachtisch einen Apfelkuchen aufgebacken haben. Der Abend ging sogar noch relativ lange, wir haben noch drei!! andere Gruppen von deutschen kennengelernt. Johanna und ich haben noch relativ lange mit zwei deutschen Backpackern gechillt bis ich irgendwann im ins Bett gegangen bin. Mit Tee. Denn hurra, Jackpot, zusätzlich zu meinem Sonnenbrand habe ich mich auch noch erkältet. Ich habe die Nacht dann so verbracht, dass ich zwei Stunden geschlafen habe, dann mit schlimmen Halsschmerzen aufgewacht bin, mir erst mal ´nen Tee machen musste, nach dem Tee oder auch zwei Tees wieder schlafen gegangen bin, nach zwei Stunden wieder aufgewacht bin usw. Nicht geil. Dementsprechend fertig war ich am nächsten Tag. Und zusätzlich war ich noch immer der Fahrer. Nach einem Frühstück bestehend aus Hustenbonbons und einer Pizzaschnecke war ich soweit wieder hergestellt um zu fahren. Wir haben uns von der anderen getrennt, die sich irgendeinen Zug?? angucken wollten und sind zu einem Strand gefahren. Sollte sehr schön sein, wenn man ihn denn finden kann. Mithilfe von anderen Touristen haben wir das und haben dort unseren Tag verbracht. Geplant war eigentlich, dass wir nachmittags noch Kajak fahren wollten. Jedoch haben wir bemerkt, als wir am Strand waren, dass wir es nicht mehr pünktlich schaffen können. Haben das kayaking abgesagt und einfach den ganzen Tag am Strand verbracht. Ich persönlich mit meinem Sonnenbrand und der Erkältung hatte nichts dagegen. Neben dem Strand stand ein Berg, auf den ich noch geklettert bin und dort einen netten Niederländer und eine andere deutsche Au Pair getroffen habe.

Gegen Nachmittag sind wir dann wieder zurück, haben uns bei einer bekannten, amerikanischen Fastfoodkette noch essen geholt und danach alle nach Hause gebracht. Trotz des Sonnenbrands und einer echt ekelhaften Nacht war es ein richtig schöner Ausflug.

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